Zirkel der Hamburger Burschenschaft Germania

Burschenschaft, was ist das?

Die Farben Schwarz-Rot-Gold, das Recht auf Meinungsfreiheit, die Demokratie in Deutschland, das sind alles Dinge, die vielen heutzutage als selbstverständlich erscheinen. Aber wer weiß heute noch, wo die Wurzeln für all jenes liegen? Es waren die Studenten der Urburschenschaft vor fast 200 Jahren, die sich gegen die französische Fremdherrschaft in damaligen deutschen Provinzen wehrten und als erste den Gedanken an ein einiges Deutschland knüpften. Das waren keine Schwätzer und Schaumschläger, wie man sie heute leider nur allzuoft unter jenen antrifft, die meinen politischen Willen auszudrücken, nein, das waren motivierte junge Männer, denen die Verwirklichung ihrer Ideale wichtiger war, als ein vielleicht sattes und ruhiges Leben unter dem Joch der Unterdrückung.

Die Deutsche Burschenschaft (DB), der auch wir angehören, ist der Dachverband der heutigen Burschenschaften, die sich zu den Idealen der Urburschenschaft von 1815 bekennen und die gemeinsam an diesem demokraktischen Erbe der deutschen Nation weiterarbeiten wollen, gemäß des burschenschaftlichen Wahlspruchs:

EHRE – FREIHEIT – VATERLAND


Und Heute?

In einer Zeit, in der moralische Werte nichts mehr gelten, in der das Wort „Ehre“ als ein Begriff aus übler Zeit gebrandmarkt wird und eine mediale Verdummung den Geist der Gesellschaft bestimmt, ist die Existenz von aufrechten Klardenkern, die gegen dieses Übel angehen, wichtiger denn je.

Wer sich in dieser Zeit als Burschenschafter bekennt, zeigt damit, daß ihm die Zukunft Deutschlands nicht egal ist, wie einem Großteil derjenigen, die heute über das Volk in Politik und Wirtschaft entscheiden.

Zirkel der Hamburger Burschenschaft Germania

Was erwartet Dich bei der Hamburger Burschenschaft Germania?

Akademisches Fechten

Zu unserem Selbstverständnis als Burschenschafter gehört auch die Tradition der Fortführung des Waffenstudententums, die sich in dem akademischen Fechten manifestiert, der Mensur.

Wohl kaum eine andere Facette des Lebens in den sog. „schlagenden Verbindungen“ wird in der Öffentlichkeit als so unzeitgemäß betrachtet, wie das studentische Fechten. Die wildesten Gerüchte und Schauermärchen sind meist gerade gut genug, um diesen scheinbar archaischen, häufig als „Ritual“ bezeichneten Bestandteil des Burschenlebens anzuprangern.

Dabei wird der tiefere Sinn der Mensur meist überhaupt nicht genannt oder geleugnet. Es wird so getan, als ob die manchmal bei einer Mensur enstehenden „Schmisse“ von den Waffenstudenten bewußt gewollt sind, womit man die ganze Angelegenheit geradezu als masochistisch zu verleumden versucht. Dabei steht die körperliche Einwirkung der Mensur in gar keinem Verhältnis zu den Gesundheitsschäden vieler anderer Sportarten, gerade heute, wo sog. „Extremsportarten“, wie „Mixed-Martial-Arts-Fighting“, „free-climbing“ oder auch Parcours usw. geradezu massenhaft grassieren, ist die Empörung über das traditionsreiche und mit tieferen Sinn ausgestattete studentische Fechten geradezu lächerlich. Die Mensur stellt eben nicht, wie häufig behauptet, eine Begegnung mit tödlichen Waffen dar, sondern ist heute die einzige aus Europa stammende und noch gepflegte Form eines ritterlichen Zweikampfs mit straffen Reglement.

Gerade deshalb ist der Sinngehalt der Mensur auch heute eine aktuelle Frage und letztlich eine notwendige Entscheidung, die sich für jeden an den studentischen Verbindungen interessierten Studenten, noch stellt.

Akademisches Fechten - Mensur


Lebensbund

Lebensbund in einer Burschenschaft

Die Mitgliedschaft in einer Burschenschaft ist nicht vergleichbar mit der in irgendeinem Verein. Wir sehen uns als Lebensbund, dem man bis zum Tod angehört. Gerade das Lebensbundprinzip ist einzigartig an einer Studentenverbindung. Wo sonst noch können Junge so viel von der Erfahrung der Alten lernen wie bei uns?


Ausbildung

Durch die Aufgaben, die ein aktiver Bundesbruder zu erfüllen hat, erfährt er die beste Schule für spätere Führungsaufgaben im Berufsleben, denn gerade dort kommt es auf vieles an, was an Universitäten nicht gelehrt wird. Man lernt Veranstaltungen und Vortragsabende zu organisieren, Vorträge zu halten (sog. „Softskills“) und sich selbst zu überwinden, wenn man auf dem Mensurboden mit einer scharfen Klinge in der Hand steht.


Germanenabende

Einer der Schwerpunkte unserer burschenschaftlichen Arbeit bildet seit jeher die Organisation von Vortragsabenden mit anschließender Diskussion. Auf unseren Germanenabenden werden mehrmals im Semester unterschiedlichste Themenkomplexe vorgestellt und erörtert, die in der Öffentlichkeit entweder gerade diskutiert werden oder aber von grundsätzlichem wissenschaftlichen oder historischen Interesse sind. Dazu werden von uns häufig hochkarätige Referenten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gewonnen.  Meinungsfreiheit ist dabei für uns nicht nur ein Schlagwort – sie muss gerade heute täglich gelebt werden, wo sich doch ein immer stickigeres Meinungsklima mit einer Vielzahl von Tabuthemen lähmend über unser Land ausbreitet.


Feiern

Neben aller Ernsthaftigkeit darf auch der Spaß nicht fehlen. Und wer einmal auf einer unser legendären Feiern gewesen ist, der weiß wovon wir hier sprechen. „Was soll daran denn toll sein?“ Das ist immer so der erste Spruch, den Deppen bringen, hören sie von Kneipen, Kommersen und Stiftungsfesten. So denken sie doch, das sich das Korporiertendasein auf diese Feierlichkeiten beschränkt und ansonsten ziemlich träge sein muss. Blödsinn! So gibt es in jedem Jahr mehrere Veranstaltungen, die man eigentlich in keinster Weise mit uns in Verbindung bringen würde, täte man den Meinungsbildnern und deren Knechte glauben schenken.

Mal ehrlich: Öde Uni-Partys kennt man doch zu genüge. Da stehen viele langweilige, unansehnliche und trostlose Mädels umher, die sofort das Gesicht verziehen, wenn man sie ganz brav, höchst „gentlemanlike“ anspricht (Welch Fest der Begegnung!) und dazwischen sieht man immer die Schar ihrer männlichen Knechte in überteuerten T-Shirts irgendwelcher Designer von denen normale Menschen noch nie etwas gehört haben und einer Flasche Warsteiner in der Hand, an der sie sich die nächsten drei Stunden festhalten werden (man muß ja noch mit dem 3er BMW auf irgendeine Pseudo-Model-Fete!) Eine grauenhafte Veranstaltung! Und dazu kommt noch die horrorschaumäßige Abzocke. Wer da ohne Vorglühen ins Rennen geht, bekommt spätestens nach einem Monat Schweißausbrüche vor dem Kontoauszugsdrucker.

Dem Treiben können wir Germanen nicht tatenlos zusehen und so veranstalten wir unsere eigenen Feiern. Manche haben sich als feste Institution im Semesterprogramm verewigt. So wäre da z.B. der Norddeutsche Heimatabend im Herbst zu nennen. Lauter Feierlustige in Fischerhemden fahren auf einer Barkasse durch den Hamburger Hafen und erfreuen sich an live gespielter Akkordeonmusik und den Top 10 der Hans-Albers-Hymnen. Herrlich! Dazu gibt es jede Menge Norddeutschen Fusel und einen richtigen Klabautermann.

Feiern in der Burschenschaft


Zirkel der Hamburger Burschenschaft Germania

Kartell und Freundschaftsbünde

Zusammen mit den Burschenschaften Germania-Halle zu Mainz und Frankonia-Erlangen bilden wir das Schwarz-Weiß-Rote Kartell. Das gute Verhältnis untereinander wird in zahlreichen gegenseitigen Besuchen und persönlichen Freundschaften gepflegt. So sehen wir uns als „ein Bund an drei Hochschulorten“.

Auch zu unseren Freundschaftsbünden, der Wiener akademischen Burschenschaft Olympia und der Halle-Leobener Burschenschaft Germania pflegen wir beste Kontakte durch regelmäßigen Austausch.

Erlanger Burschenschaft Frankonia

Burschenschaft Frankonia Erlangen

Burschenschaft Germania Halle zu Mainz

Germania Halle zu Mainz

Wiener akademische Burschenschaft Olympia

Olympia Wien

Halle-Leobener Burschenschaft Germania

Halle-Leobener Germania


Verband und Arbeitsgemeinschaft

Die Hamburger Burschenschaft Germania ist Mitglied im Verband Deutsche Burschenschaft (DB) und darüber hinaus seit Ihrer Gründung Mitglied der Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG).

Deutsche Burschenschaft

Deutsche Burschenschaft (DB)

Burschenschaftliche Gemeinschaft

Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG)

Zirkel der Hamburger Burschenschaft Germania

Kennenlernen

Ein unverbindliches Kennenlernen unser Gemeinschaft ist jederzeit möglich. Schreib uns eine E-Mail, fülle unser Kontaktformular aus oder ruf uns an. Oder komm zu einer unser Veranstaltungen, die Du dem Semesterprogramm entnehmen kannst.